Psychologie interdisziplinär: Yvonne (Betriebswirtschaftslehre)

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Psychologie und …

Betriebswirtschaftslehre

Praktikum

 

[highlight style=“platinum“]Es erzählt:[/highlight]Passbild

[highlight style=“platinum“]Yvonne Dathe ist 39 Jahre alt und hat ihr betriebswirtschaftliches Diplomstudium bereits abgeschlossen. Zurzeit studiert sie im sechsten Semester an der Fernuniversität in Hagen Psychologie. Sie arbeitet selbständig als Mental-Trainerin und Business-Coach in ihrer Firma „WinMental„.[/highlight]

 

[highlight style=“platinum“]Welchen Disziplinen außer der Psychologie ordnest du dich zu? (D. h. welche Fächer studierst du bzw. in welchem Schnittbereich bist du beruflich tätig?) [/highlight]

Meine berufliche Laufbahn habe ich mit einer kaufmännischen Ausbildung begonnen und mit einem betriebswirtschaftlichen Studium mit Schwerpunkt Unternehmensentwicklung und -beratung fortgesetzt. Ich bin also eindeutig zusätzlich eine Betriebswirtin.

 

[highlight style=“platinum“]Was hat dich in die Interdisziplinarität geführt? (Wie bist du auf dein zweites Studienfach gestoßen, was hat dein Interesse an der Schnittstelle geweckt etc.? Welches Fach war zuerst da? Wie bist du dann auf das zweite gestoßen?) [/highlight]

Bereits während meines betriebswirtschaftlichen Studiums haben mich die Hintergründe für menschliches Verhalten interessiert. Daher habe ich nach dem Studium eine Ausbildung als Mental-Trainerin und Business-Coach absolviert. Als ich erfuhr, dass an der Fernuniversität der Bachelor im Studiengang Psychologie angeboten wird, meldete ich mich dort sofort an. Betriebswirtschaft und Psychologie haben gerade in der Arbeits- und Organisationspsychologie und im Bereich Unternehmensentwicklung/Personalwesen große Überschneidungspunkte. Aus meiner Sicht geht das eine nicht ohne das andere.

 

[highlight style=“platinum“]Worin siehst du große Unterschiede zwischen den Denk-, Arbeitsweisen der beiden Disziplinen?[/highlight]

Der größte Unterschied ist wohl, dass die Betriebswirtschaft sehr auf Zahlen ausgerichtet ist. Hier stehen die Ergebnisse im Vordergrund, alles wird auf Kosten und Nutzen reduziert. In der Psychologie steht mehr der Mensch im Mittelpunkt. Ein Ziel der Arbeits- und Organisationspsychologie ist neben der Effizienz die Humanisierung der Arbeitswelt. Unternehmen sind von Menschen abhängig, müssen aber auch effizient sein, um überleben zu können. Deshalb finde ich beide Herangehensweisen spannend.

[highlight style=“platinum“]Hast du den Eindruck, seit Beginn des Studiums des zweiten Fachs von der Interdisziplinarität profitiert zu haben? Inwiefern?[/highlight]

Ja, auf jeden Fall. Die reine Kosten-Nutzen-Sichtweise hat mich eher abgeschreckt. Für mich war immer schon der Mensch bedeutend. Mit der Psychologie als Zweitstudium habe ich das Gefühl, dass sich der Kreis schließt. Und ich freue mich schon darauf, beides in meiner beruflichen Zukunft einbringen zu können.

 

[highlight style=“platinum“]Hast du eine Vorstellung, was du mit deiner Fächer-Kombination nach Studienabschluss machen kannst oder einen konkreten Wunsch/Plan?[/highlight]

Ich möchte Unternehmerinnen bei der Entwicklung ihres Unternehmens und ihrer eigenen Work-Life-Balance unterstützend zur Seite stehen.

 

[highlight style=“platinum“]Würdest du ein Zwei-Fächer-Studium weiterempfehlen? Was rätst du anderen Psychologie-Studierenden, die sich ebenfalls für deine „Zweitdisziplin“ interessieren?[/highlight]

Ein Zwei-Fächer-Studium ist, denke ich, für die meisten eine Bereicherung. Daher kann ich das auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Frage ist natürlich, in welche Richtung jemand gehen möchte. Gerade im Bereich Psychologie gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Am besten wird es sein, sich vor dem Zweitstudium in die verschieden Disziplinen über kurze Praktika zu orientieren. Aber schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, ob ihm ein Zweitstudium etwas bringt, denn der Zeitaufwand ist nicht zu unterschätzen.

 

[highlight style=“platinum“]Möchtest du noch etwas hinzufügen?[/highlight]

Die Betriebswirtschaft ist eine gute Basis, auf der ich nun die Arbeits- und Organisationspsychologie aufbauen kann. Für mich ist das ein logischer und sich emotional gut anfühlender Prozess. Ich bin froh, beide Perspektiven zu kennen und weiter kennenlernen zu dürfen.

 

Vielen Dank für das Interview!