5 Fragen an … Niels Birbaumer

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Praktikum

Niels Birbaumer (*11. Mai 1945, Ottau, Tschechoslowakei)

  • Psychologe und Neurobiologe, Professor an der Universität Tübingen
  • leitet Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology sowie das Zentrum für MEG
  • Autor zahlreicher Bücher (darunter das Standardlehrbuch zur Biologischen Psychologie, mit dem wohl jeder Psychologiestudent im Laufe seines Studiums zu tun hat; zuletzt außerdem „Dein Gehirn weiß mehr, als du denkst“)
  • Forschungsinteressen u.a. neuronale Plastizität, Brain-Computer-Interfaces, und viele mehr
  • im Zusammenhang mit Brain-Computer-Interfaces: bekannt für Entwicklung von Kommunikationshilfen für Locked-In-Patienten unter Zuhilfenahme langsamer kortikaler Potenziale im EEG

 

5 Fragen an …

Niels Birbaumer

 

[highlight style=“platinum“]1. Wenn man Ihrer Vita auf Wikipedia glauben darf blicken Sie auf eine mindestens als ereignisreich zu bezeichnende Jugend und frühe akademische Laufbahn zurück; von Ihrer Zeit als Jugendbanden-Anführer über den Universitätsverweis in Wien – gab es irgendeinen Zeitpunkt, zu dem Sievorhersehen konnten,wo Sie heute stehen? Als Sie sich erstmals für Psychologie einschrieben, was dachten Sie, wohin Ihr Weg Sie führen würde? [/highlight]

Nein, das konnte ich nie vorhersehen; das Leben ist eine Mischung aus Glück, Persistenz in dem, was einen interessiert, sozialer Intelligenz und den Faktoren von Ökonomie und Politik, die wir kennen.

 

[highlight style=“platinum“]2. Welcher Teil Ihrer Arbeit als Psychologe hat Ihnen bisher am meisten Freude gemacht? Gibt es ein Lieblingsprojekt, das Sie am glücklichsten gemacht hat? [/highlight]

Ja, meine Arbeit mit vollständig Gelähmten (Brain Computer Interface).

 

[highlight style=“platinum“]3. Wenn Sie in der Zeit zurückreisen und Ihrem Studenten-Ich einen Ratschlag geben könnten, welcher wäre das? Würden Sie es tun?[/highlight]

Sehr zurückhaltend, Ratschläge können auch schaden, der müsste sehr auf die individuelle Biographie abgestimmt sein, aber dann gern.

 

[highlight style=“platinum“]4. Zum Abschluss: bitte erzählen Sie uns Ihren liebsten (bevorzugt Psychologie-bezogenen) Witz![/highlight]

Treffen sich zwei Patienten, sagt der eine: „Wie geht’s dir?“
Sagt der andere: „Schlecht, ich habe Depressionen. Und dir?“
„Ah, mir gehts bestens, ich habe auch Depressionen.“
„Ja, aber warum geht’s dir dann gut?“
„Ich war bei der Verhaltenstherapie, seither machen die Depressionen Spaß.“
(Denselben Witz kann man auch über Psychoanalytiker etc. machen.)

 

[highlight style=“platinum“]BONUS-Frage: Haben Sie einen Vorschlag, wer unsere 5 Fragen als nächstes beantworten sollte?[/highlight]

Ja, Professor Elbert aus Konstanz.

 

Wir bedanken uns herzlich für das Interview!

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