Warum Psychologie studieren?

Die Motive Psychologie zu studieren sind so vielfältig wie die Studierenden. Befragt nach den Gründen für ihr Psychologiestudium antworten ca. 60% der Studierenden: „Um Menschen helfen zu können“. Verbunden mit diesem Motiv ist die weit verbreitete falsche Vorstellung, dass ein Psychologe mit Psychotherapeut gleichzusetzen ist. Tatsächlich arbeitet nur etwa die Hälfte der Universitätsabsolventen in diesem Bereich. Die Anderen verteilen sich auf die anderen Anwendungsgebiete. So gehen 15-30% der Studierenden in den Bereich der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ca. 5-15% arbeiten im Bereich der Rechtspsychologie und ebenfalls 5-15% bleiben an der Universität und beschäftigen sich mit Forschung und Lehre.

Viele der Studienanfänger beginnen ein Psychologie-Studium, weil sie die Psychologie an sich interessant finden. Ein Großteil von ihnen hatte bereits Psychologie als Grundkurs in der Schule und erwartet nun im Studium eine Fortsetzung dieses Schulfaches. Ein nicht unbedeutender Anteil der Studienanfänger hat ziemlich persönliche Motive für das Studium. Ca. 10-20% der Studierenden erhoffen sich vom Studium Hilfe bei der Lösung eigener Probleme. Dazu muss ganz klar gesagt werden, dass dies das Studium nicht leisten wird – ja nicht leisten kann. Dies soll aber keinesfalls bedeuten, dass persönlich Betroffene später keine guten Psychologen werden. Im Gegenteil, gerade im klinischen Bereich können diese oft eine besonders gute Beziehung zu ihren Klienten aufbauen.

Grundsätzlich kann nur jedem geraten werden, das Studium nur zu beginnen, wenn man den ehrlichen Wunsch verspürt, später als Psychologe tätig zu sein. Das Studium als Selbstzweck – oder schlimmer noch zur Selbsttherapie – ist in der Psychologie nicht sinnvoll.

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