Welche psychologischen Verbände gibt es und kann ich da Mitglied werden?

Verbände in Deutschland

Es existiert eine Vielzahl an psychologischen Verbänden mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Interessensschwerpunkten. Auf nationaler Ebene stellen in Deutschland die Deutsche Gesellschaft für Psychologie e. V. (DGPs) sowie der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) die zahlenmäßig größten Verbände im Bereich der Psychologie dar.

Der BDP vertritt dabei die beruflichen Interessen von PsychologInnen, Studierenden der Psychologie sowie PsychotherapeutInnen in Ausbildung (PiA). Im BDP können auch Studierende Mitglied werden. Die DGPs erstrebt die Förderung und Verbreitung der wissenschaftlichen Psychologie. Studierende können sich hier – nach Empfehlungen – erst im Masterstudium um eine Mitgliedschaft bemühen.

Darüber hinaus gibt es viele kleinere Verbände mit spezifischen Themen, die zeigen, wie vielfältig die Psychologie sein kann. Dazu gehören beispielsweise:

Auch PsychotherapeutInnen sind in verschiedenen Verbänden organisiert, der größte hierbei ist die Deutsche Psychotherapeutenvereinigung (DPtV).

Verbände in Österreich

In Österreich vertritt der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen die berufspraktischen Interessen von (angehenden) PsychologInnen. Universitäre Interessensvertretung läuft u.a. über die Österreichische Gesellschaft für Psychologie (ÖGP). Sie wurde 1993 an der Universität Wien gegründet. Der Berufsverband kritischer PsychologInnen möchte ein berufspolitisches Sprachrohr darstellen.

internationale Verbände

Der bedeutenste internationale Verband ist die nordamerikanische  American Psychological Association (APA)Sie ist gleichzeitig wissenschaftliche Gesellschaft und Interessenvertretung mit Funktionen eines Berufsverbandes. Sie hat rund 150.000 Mitglieder und ist damit auch der zahlenmäßig größte Verband. Neben dem Ziel, die Psychologie als Wissenschaft und Beruf sowie als Mittel zur Verbesserung der Gesundheit, Erziehung und menschlichen Wohlfahrt zu befördern, gibt die APA beispielsweise auch Empfehlungen zur Gestaltung von Manuskripten und weitere Veröffentlichungen heraus, die weltweit genutzt werden.

Die European Federation of Psychology Students‘ Associations wurde 1987 gegründet. Ziel ist, eine bessere Vernetzung von europäischen Studierenden und wissenschaftliche Kooperationen schon früh voranzubringen. Von der EFPSA wird auch ein eigenes Journal herausgeben, in dem Studierende publizieren können.

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