Psychologie interdisziplinär: Natalie (Lehramt)

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Psychologie und …

Lehramt

Praktikum

 

[highlight style=“platinum“]Welchen Disziplinen außer der Psychologie ordnest du dich zu? (D. h. welche Fächer studierst du bzw. in welchem Schnittbereich bist du beruflich tätig?) [/highlight]

Ich studiere noch zusätzlich Lehramt (Master of Education Englisch, Deutsch, Philosophie, Spanisch). Daher würde ich mich den Disziplinen der Pädagogik, Soziologie (Bildungswissenschaften im Fachbereich Lehramt schließt Pädagogik, Soziologie und Psychologie mit ein) und der Sprachen (Linguistik und Literaturwissenschaften) zusätzlich zuordnen.

 

[highlight style=“platinum“]Was hat dich in die Interdisziplinarität geführt? (Wie bist du auf dein zweites Studienfach gestoßen, was hat dein Interesse an der Schnittstelle geweckt etc.? Welches Fach war zuerst da? Wie bist du dann auf das zweite gestoßen?) [/highlight]

Bei mir war es so, dass ich zuerst Lehramt studiert habe und nach dem Bachelor dann Psychologie dazugenommen habe. Da wie gesagt Psychologie eine Teildisziplin der Bildungswissenschaften ist, wurde mein Interesse geweckt, zudem habe ich auch meine Bachelorarbeit im Bereich Psychologie der Bildungswissenschaften geschrieben.

 

[highlight style=“platinum“]Worin siehst du große Unterschiede zwischen den Denk-, Arbeitsweisen der beiden Disziplinen?[/highlight]

Im Bereich Lehramt ist Psychologie natürlich eher spärlich vorhanden und es ist alles auf schulpsychologische Themen hin ausgelegt. Psychologie ist daher viel breiter gefächert und man ist auch in der späteren Berufswahl deutlich flexibler und kann sich auf verschiedene Fachbereiche spezialisieren.

 

[highlight style=“platinum“]Hast du den Eindruck, seit Beginn des Studiums des zweiten Fachs von der Interdisziplinarität profitiert zu haben? Inwiefern?[/highlight]

Ich profitiere eben vor allem von den schulpsychologischen Schnittstellen, aber auch im literaturwissenschaftlichen und linguistischen Bereich, denn auch dort kommt es später evtl. zur Anwendung quantitativer Forschungsmethoden. Psycholinguistik überschneidet sich mit den Themen der Linguistik, und Psychoanalyse beispielsweise kann man auch im Bereich der Literatur anwenden.

 

[highlight style=“platinum“]Hast du eine Vorstellung, was du mit deiner Fächer-Kombination nach Studienabschluss machen kannst oder einen konkreten Wunsch/Plan?[/highlight]

Ich möchte mir die Wahl zum Lehrerberuf gerne offenhalten, ansonsten interessieren mich sehr die Bereiche Kinder-und Jugendtherapie, Schulpsychologie, aber auch das Schreiben von Büchern mit therapeutischen Schwerpunktthemen, z. B. Bücher, um das Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen zu stärken oder Themen wie Scheidung und Verlust eines geliebten Menschen besser überwinden zu können.

 

[highlight style=“platinum“]Würdest du ein Zwei-Fächer-Studium weiterempfehlen? Was rätst du anderen Psychologie-Studierenden, die sich ebenfalls für deine „Zweitdisziplin“ interessieren?[/highlight]

Generell finde ich es sehr spannend, beide Fächer zu studieren, dennoch mache ich mir ehrlich gesagt etwas Sorgen, ob ich mit den mathematischen Bereichen der Psychologie Probleme bekommen könnte, daher gibt es mir auch Sicherheit, zwei Studiengänge zu studieren, damit ich mehrere Alternativen habe. Dennoch ist es eine deutliche Mehrbelastung und erfordert eine sehr gute Organisation des Studiums, was man im Vorfeld bedenken sollte, ob man das auf sich nehmen will — vor allem, wenn man wie ich an zwei verschiedenen Unis studiert.

 

Vielen Dank für das Interview!