Video-Tipp: Soziale Anbindung das Gegenteil von Sucht?

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Praktikum

Mit den Worten „The opposite of addiction is not sobriety, the opposite of addiction is connection“ schließt das Video und es behauptet im Titel, dass alles, was wir über Sucht wissen, falsch sei.

In dem Video werden einige Experimente und Studien an Tieren wie auch Menschen aufgeführt, deren Manipulation aus „sozialer Anbindung“ bestand.

Die Experimente von Bruce Alexander

Er studierte das Suchtverhalten von Ratten und stellte fest, dass sie nur in Bedingungen, in denen sie alleine waren, das mit Drogen versetzte Wasser nahm und bis zum Tode konsumierten. Wurden sie in Gruppen in einer positiven Umgebung gehalten, tranken sie fast nichts davon – vor allem nicht bis zum Tod.

Studien an Vietnam-Veteranen

Während des Vietnam-Krieges war der Gebrauch von Heroin sehr verbreitet unter den Soldaten. So stark, dass man sich sorgte, ob eine Horde drogenabhängiger Kriegsveteranen heimkehren würden. Mit einer erfolgreichen Wiedereingliederung war dem aber nicht so – nur ein sehr geringer Anteil entwickelte tatsächlich eine Sucht.

Ist nun wirklich alles falsch, was wir bislang zu wissen meinten?

Wohl eher nicht! Die übrigen Modellvorstellungen über Sucht verlieren durch diese Hypothesen nicht ihre Gültigkeit und Relevanz. Dennoch ist die Idee „sozialer Anbindung“ eine sehr interessante und könnte ein vielversprechender Moderator bei der Entstehung von Sucht sein – und damit ebenfalls für suchtherapeutische Maßnahmen.